Das Erkenntnisproblem/Entscheidungsproblem - ugs.: "Man weiß nicht wozu es gut war/Es hätte schlimmer kommen können"

Vorab: Ein kleines selbstgebasteltes Gedicht zum Thema

Erkenntnisproblem
Du hast eine Frage,
Ich sag: Kommt drauf an,
z.B. wer profitiert davon,
wann, wo, wie und wielang,
und in welchem Zusammenhang.

Ausnahmsweise interpretiere ich mich mal ein wenig selbst, die Kernaussage ist, dass es wirklich oft drauf ankommt, z.B.
-bei einem Angebot, kommt drauf an was für mich dabei herausspringt.
Ob etwas so und so ist? Kommt auf die individuelle Definition von 'so und so' an.

Ich gebe mal ein Beispiel für das Erkenntnisproblem:
Ich möchte eine Straße überqueren, plötzlich bekomme ich starke Knieschmerzen, ich kann also nicht weitergehen. Plötzlich schießt ein PKW regelrecht über die Straße. Wäre ich weitergegangen, hätte er mich erfasst. Ende gut - alles gut. Aber jetzt sagt jemand dazu: Moment mal, vielleicht wärst du angefahren worden, und du wärst ins Krankenhaus gekommen, wo sich herausgestellt hätte, dass die Sache, zumindest körperlich, in ca. 6 Wochen vergessen ist. Da dir Im Krankenhauszimmer langweilig ist, fährst du im Rollstuhl zum Kioks und unterhälst dich nett mit dem Kioskbetreiber, der irgendwann versucht dich mit guten Argumenten (Es sind grad 40 Mio. im Jackpot) zu überreden. Du tust, was du sonst nie getan hättest, du spielst Lotto und gewinnst tatsächlich den Jackpot! Okay, jetzt dann endlich Ende gut - alles gut. Dann sagt wieder jemand: Moment mal, du könntest doch mit dem vielen Geld auch Frauen anlocken, die dir was vormachen, sie machen dir schöne Augen, heiraten dich sogar aber sie haben keine Gefühle für dich, sie wollen nur das Geld, sie haben sozusagen Dollarzeichen in den Augen. Eine solche Frau bekommst du leider ab. Nachdem ihr etwa 3 Jahre zusammenseid, bekommt ihr einen heftigen Streit. Sie verliert total die Nerven, und greift im Affekt in die Küchenschublade, nimmt ein großes Küchenmesser heraus und sticht dich nieder. Du bist tot und es sei angenommen, dass der Tod tatsächlich, also wirklich, das absolute Ende sei. Die anderen Fälle hätten dich vielleicht arm aber glücklich noch 60 Jahre weiterleben lassen.

Fazit: Es ist numal so, wir haben keine Glaskugel wo wir etwas über die Zukunft erfahren könnten und wir haben keine Zeitmaschine um zurückzukehren und eine falsche Entscheidung anders zu treffen. Wir müssen mit dieser Ungewissheit leben. Es heißt oft: "Nach bestem Wissen und Gewissen und nach ausreichender Würdigung der bekannten Tatsachen und nach reiflicher Überlegung, und nach hartem Ringen mit mir selbst, komme ich voller Überzeugung zu dem Schluss, dass..... Und mehr ist nunmal nicht menschenmöglich. Was ist in einer konkreten Situation richtig, was ist falsch? Ich weiß es auch nicht immer. Stellen sie mir bitte keine derartigen Fragen, was für sie das richtige in einer konkreten Situation sein könnte. Ich kann ihnen solche Fragen grundsätzlich nicht beantworten, denn es geht einfach nicht, wegen: "is halt nich'. Zugegebenermaßen ein Zirkelschluss aber hoffentlich einleuchtend. Berücksichtigen sie: "Du weißt nie, wie es kommt, weil das Leben eine Bitch ist", (...) Du weißt nie, was passiert, Ich sehe nur Scheiße im Business" singt Fler in "Sido - So is es". Stellt sich eine Entscheidung nachträglich als relativ eindeutig falsch heraus gilt folgendes: "Ich bereue nichts", (...), "Doch es wär' heut' nicht wie es ist wär' es damals nicht gewesen wie es war". Sido - Ich bereue nichts.

Aussichtlose Situationen
Übrigens es kann auch aussichtslose Situationen geben, um beim o.g. Beipiel zu bleiben. Ich bleibe zwar wegen Knieschmerzen stehen, werde also nicht überfahren aber mir fällt ein Blumentopf auf den Kopf - ich bin sofort tot. Wäre ich einen Schritt nach links, rechts oder hinten gegangen, wäre ich jeweils ausgerutscht und so unglücklich gefallen, dass ich mir jeweils das Genick gebrochen hätte. Ist man erstmal in dieser Situation, ist jeden Entscheidung falsch. Die Fahrkarte in den Tod ist also sicher.


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