Ein Teuflicher Plan (Hacken außerhalb des PC-Bereichs, Strategie/Taktik - Vorraussetzungen, Hackermentalität, Besonderheiten, Einige Vor- und Nachteile und ein höchstinteressanter Plan nach den Apfelstrudelkonzept)

Hacken - Eine Lebenseinstellung
Wer sich ernsthaft mit Hacken im allgemeinen oder auf Computer bezogen beschäftigen möchte, oder allgemeiner: Strategie und Taktik befassen möchte, und dieses auch praktisch Umsetzen möchte, kommt meines Erachtens nach um einige Dinge nicht herum, denn Hacken hat nicht zwingend mit PC zu tun sondern ist letztlich ein LifeStyle, eine Lebenseinstellung, nämlich die verschlossene Türen - egal wie - zu öffnen oder sie einfach kreativ zu umgehen. Wen das alles nicht interessiert, kann gleich runter scrollen zum teuflichen Beispielplan nach dem Apfelstrudelkonzept.

Vorraussetzungen

1. Allgemeinbildung: Und zwar möglichst breit um ein wenig Überblick zu erhalten, wiederkehrende Muster zu erkennen und somit Synergien nutzen zu können.
2. Spezialwissen: Auf einigen Gebieten, die zum beabsichtigen Weg passen, sollte man sich ein Spezialwissen aneignen. Auch wenn man längst nicht alles glauben sollte, kann es nützlich sein sich auch mit kontrovers diskutierten oder sogar ungewöhnlichen bzw. unsinnigen Dingen zu beschäftigen.
3. Kontakt: Kontakt mit ganz normalen Menschen. Allgemein: Zuhören ist oftmals wichtiger als reden.
4. Neugierde: Ein gewisser Forscherdrang ist von Nutzen.
5. Beobachtungsgabe: Die Augen etwa müssen nicht nur offen sein, sie müssen auch rausschauen. Das gilt für alle Sinne.
6. Schlussfolgern: Den Mut z.B. - auch entgegen - anderen Meinungen oder sogar gegen die allgemeine Lebenserfahrung zu ungewöhnlichen eigenen Einschätzungen, Schlussfolgerungen, Einsichten und auch Maßnahmen zu gelangen.
7. Risiko: Risiken erkennen, einschätzen und auch unter Rücksichtnahme auf Eigensicherung oder Sicherung dritter Personen eingehen.
8. Bauchgefühl: Ob Sie es Intuition, Eingebung oder wie auch immer nennen möchten, und wo auch immer sie die Quelle davon verorten möchten, spielt keine Rolle. Ein gewisses Gespür für Unstimmigkeiten, auch wenn alles sauber scheint, ist unabdingbar. Es ist sogar das A und O. Theoretische Ausbildungen können viele ablegen aber im Einzelfall bringt das kaum weiter, wenn etwa eine Fülle von Informationen aus verschiedenen Quellen zur Selektion zwingt und objektive Kriterien kaum weiterbringen.
9. Geistesgegenwart: Bruchteile von Sekunden können im Einzelfall den entscheidenen Unterschied ausmachen. (Schlafmützen haben auch ihre jeweiligen Merkmale, die sie in bestimmten Situationen als Vorteil ausspielen können)
10. Entschlossenheit: Wenn Sie von etwas überzeugt sind, dieses auch tun.
11. Flexibel sein und zur Improvisation fähig sein. Hacken etwa, hat nicht zwingend mit Computern oder Netzwerken zu tun. Jeder, der ein Problem kreativ umgeht, hat eine Hackermentalität entwickelt ist in genau diesem Moment zu einem Hacker geworden.
12. Schweigen können
13. Abschließen: Ist eine Sache gelaufen, abschließen und sich einer neuen zuwenden. Die Welt oder Menschen sind eben oftmals nicht grundsätzlich zu ändern und man muss eben Umstände, auch Ungerechtigkeiten hinnehmen können. Und wenn sich etwas im Nachinein als nicht richtig rausstellt, dann war es eben so. Wir verfügen über keine Kristallkugel um in die Zukunft zu sehen und auch keine Zeitmaschine um Dinge ungeschehen zu machen.

Wertlose Kriterien?
So schön das nun alles vielleicht auch klingen mag: Wirkliche Kriterien gibt es IMHO nicht, denn welche Eigenschaft gerade, also jetzt und hier - und nicht nur allgemein, oftmals oder irgendwann - nützlich zur Verfolgung eines Zieles ist, kommt eben genau auf den konkreten aktuellen Einzelfall an. Die Summe ihrer Eigenschaften, manchmal auch nur eine einzige, müssen wie ein Schlüssel ziemlich genau in das Schloss passen oder passen eben nicht, womit man natürlich noch lange nicht weiß, was genau einen hinter der Türe erwartet. Ich kenne die Quelle des folgenden Satzes nicht, stimme ihr aber ein wenig zu: "Manche Türen hätte man besser nicht geöffnet".

Besonderheiten
Sprachen, Sprechen und Denken und Fantasie sind eng miteinander verbunden. Wenn Sie z.B. ausschließlich in deutscher Standardsprache denken können, was keine schlechte Basis für ein differenziertes Denken ist, kann ihr Fantasieraum eingeschränkt sein. Deshalb kann es förderlich sein, Fremdsprachen zu erlernen oder sich allgemein kreativ zu beschäftigen und auf Sprache bezogen etwa über den Weg der Kleinkunst absichtlich Regeln zu zu brechen, Grammatik anzupassen, verschlüsselt zu sprechen und solche Dinge - eben flexibel mit Worten umzugehen. Anderssprachige oder mehrsprachige Menschen haben nicht selten einen möglichen Vorteil, nämlich dass sie etwas aus mehreren Perspektiven und feiner abgestuft denken können und sich durch dieses "farbigere Sehen" so auch ein wenig der zweiwertigen Logik entziehen können. Auch dann sind sie leider noch nicht am Olymp angelagt, denn es gibt auch noch ein, vom Potential her nicht ungefährliches, Denken in Bildern, zu dem u.A. einige autistische Menschen in der Lage sind. Daneben hat fast aber auch fast jeder "normale" Mensch einige bestimmte, manchmal auch sehr ausgeprägte, individuelle evtl. förderliche Talente und Fähigkeiten, über welche man seine Mitmenschen nicht unbedingt in aller Breite informieren muss. Aber auch das kann man nicht verallgemeinern, denn zur Verfolgung bestimmter Ziele ist es auch eine erfolgreiche Taktik, pragmatisch zu sein, d.h. ganz genau nur das zu wissen und nur die Leute zu kennen, die man gerade jeweils wirklich benötigt und sich ansonsten Scheuklappen zuzulegen und auf das Ziel zu fokussieren.

Interessant im Zusammenhang:
Cognitive Biases
Human Exploits

()Wobei ich sagen muss, dass Human Exploits in der Praxis nicht selten lediglich Hormon-Exploits sind, sprich Liebe und XXX)

Mögliche Nachteile
Nur ein Beispiel: Sind sie mal als taktisch denkender Mensch aufgeflogen, etwa weil jemand, der über interne Informationen verfügt, auspackt, werden manche Menschen ihnen anders - unnatürlich - gegenübertreten oder sogar den Kontakt vermeiden und sie müssen sich sozusagen über Bande informieren. Manche Leute nehmen z.B. von mir nicht mal gerne Post an aus Sorge, dass ein böser Plan dahinterstecken könnte, was ich aber in der Regel verneinen kann. Ichhabe echt besseres zu tun. Beherrschung "dunkler Künste" ist nicht automatisch deren Anwendung, schon weil die eigentliche Kunst darin besteht zu erkennen, was echt ist und was nicht . Es kommt auch immer darauf an, was die Intention dahinter ist (z.B. eher Abwehr oder Angriff) oder anders formuliert: Auch unter schwarzen Schafen, gibt es welche, die innerlich keine deutliche Grundfarbe ausweisen. Jeder ist sich eben selbst, wenn es darauf kommt, der nächste (sozusagen die innere "Ganz Schwarze Ich-AG", auch gegen das eigene Team [Interessenkollision], wobei die Herrausstellung des "Ichs" besonders oft vor einem Teamausstieg/Teamwechsel zu beobachten ist).

Der Plan (Apfelstrudel)

Veränderungen
Mal angenommen in ihrem Umfeld passieren diese Dinge:
1. Die Kinder bekommen Bücher über Katzen geschenkt.
2. Ihre Mutter leiht sich eine 9-V-Block-Batterie.
3. Ihre Frau erlernt das Kochen und Backen.
4. Ihr Arzt fordert sie auf das Rauchen zu stoppen.
5. Ein kleiner Brand bricht aus.
6. Ein Kumpel hat eine neue Braut.

Gefahr?
Was haben alle diese Dinge gemeinsam? Richtig, es sind Veränderungen. Würden Sie diese als potentielle Gefahr sehen? Wahrscheinlich nicht und deshalb sind sie das perfekte Opfer für einen zeitlich und personell verteilten Angriff.

Das Geschehen - der teufliche Plan

Vorgeschichte
Die Kinder werden sich voraussehbar eine Katze wünschen und auch bekommen. Dadurch werden, falls es sich um eine Hauskatze handelt, die Fenster öfter geschlossen werden (Gekippte Fenster sind eine Gefahr für Katzen: Einklemmung). Ihre Mutter leiht sich die letzte 9-V-Block-Batterie damit sie, kurz vor Tag X, ihren zwar ordnungsgemäß installierten, jedoch energiefreien, Rauchmelder nicht damit ausstatten können. Ihre Frau wird gesund kochen und somit öfter auch schwefelhaftiges Gemüse und stark zuckerhaltige Backwaren auf den Tisch kommen, was u.A. Schwermetalle mobilisiert, was in Verbindung mit Zucker einen alkoholproduzierenden Pilz (Candida) füttert. Ihr Arzt fordert sie auf das Rauchen sein zu lassen, was dazu führt, dass ihre Lunge nicht mehr trainiert ist auch mal etwas mehr Rauch abzukriegen. Ein kleines Feuerchen führt dazu, dass der Feuerlöscher zunächst einmal leer ist. Der Kumpel hat die neue Braut, damit sie neugierig vorbeikommen und sich das alles mal genauer ansehen, wobei vorhersehbar auch etwas getrunken und länger wachgeblieben wird. Am nächsten Tag werden sie aufwachen und sich vermutlich noch mal mit einem Kater hinlegen, wenn die Kinder zur Schule sind. Ihre Frau wird das Essen kochen, wobei zufällig ein kleiner Brand ausbricht (Brennendes Fett). Was geschieht?

Folgen
1. Der Rauchmelder reagiert nicht (Batterie leer)
2. Der Feuerlöscher steht nicht zur Verfügung (drucklos)
3. Frischluft wird aufgrund der geschlossenen Fenster knapp.
4. Ihre Lunge ist soviel Rauch nicht mehr gewohnt und es wird eng.
5. Ihre Frau wird vorraussichtlich versuchen den Brand verkehrt zu löschen (mit Wasser etwa), was den Rauch nur verstärkt. Sie flüchtet überzeugend panisch und verwirrt nach draußen und verständigt über die Nachbarschaft die Feuerwehr.
Viele kleine unscheinbare, für sich genommen harmlose, Teilumstände wirken genau an einem Tag, eben Tag X synergetisch zusammen.

Das Ende
Die eintreffenden Retter sind machtlos: Eine Rauchvergiftung. Und das injizierte Hydroxocobalamin wirkt leider nicht da Blutalkohol vorhanden ist (Pilzalkohol & Restalkohol der Feierlichkeit). Das ist noch nicht der ganze Plan und man könnte ihn noch variieren. Aber grob gesehen, war es das dann. Ein kleiner alltäglicher Haushaltsunfall. Eine Verkettung unglücklicher Umstände..., keine Fremdeinwirkung blabla und niemand wird groß fragen. Und nein, es wird kein Team von Spezialisten in militärisch anmutender Bekleidung erscheinen und alle Beteiligten und Spuren ohne Rücksicht auf Kosten ausführlichst in Raumfahrtlaboren begutachten. Falls sie das doch denken, dann schauen sie vielleicht zuviel fern. Ein ultrasimples Beispiel dafür, welche Power im breiten Wissen, Spezialwissen, teleonomischer Denkweise und einem verteilten Angriff (Mix) stecken kann und auch welche Power es benötigt durch Reverse-Hacking einen etwa vorhandenen ursprünglichen Plan aus einem gegebenen Endzustand ungefähr zu rekonstruieren. Achso, ist sowas genau so oder so ähnlich jemals irgendwo passiert? Wahrscheinlich nicht, wäre mir jedenfalls nicht bekannt. Es geht ja nur darum, das Prinzip zu veranschaulichen

Einzelkämpfer
Als Einzelperson braucht man um das rechtzeitig zu bemerken ein ziemlich breites Portfolio an Kenntnissen. Während etwa Teams noch diskutieren, ob überhaupt und was passieren _könnte_ und sich einander vorstellen, abstimmen, Sitzordnungen vereinbaren, Termine vereinbaren, zu abend essen und über Witze lachen etc. ist es lange zu spät. Das ist auch meine praktische Erfahrung: Kein Team ist in der Lage eine Einzelperson im Tempo auch nur annährend zu schlagen. Im Gegenteil: In einem Team scheint oft der Gesamt-IQ auf den des geringstbe-iq-ten zu fallen... Immerhin kann ein Team aber auch einige denkbare Vorzüge ins Spiel bringen: Einer kann z.B. gut das Team leiten, einer hat gute Ideen, einer kann diese gut und allgemeinverständlich ausformulieren und einen, halbwegs vorzeigbaren, kann man nach vorne stellen. Ach übrigens: Falls ihre Frau dahintersteckt, wird kurz vorher noch ein Pseudoliebhaber auf der Bühne erscheinen und verschwinden, jemand der im Zweifel hinter allem steckt und den echten Liebhaber deckt, mit dem sie Jahre später auf Hawaii die Versicherungssumme verprasst. Was lernen wir daraus? Besch...en Sie ihre Frau nicht oder lassen sie sich wenigstens dabei nicht erwischen.

Apfelstrudel?
Achso... Apfelstrudel... Wie bei einem Apfelstrudelrezept, sind die Zutaten dieses Rezepts (ein Mix), zeitlich und personell zergliedert - alles hat seine Vorbereitungen und auch den richtigen Zeitpunkt damit das Endprodukt schließlich auch gelingt. Wie bei einem Strudel erkennt man erst relativ spät - zu spät, in welche Situation man da gerät und es gibt kein Entrinnen mehr. Übrigens das Apfelstrudelkonzept ist nicht perfekt, wenn und solange nicht jemand über das gesamte Weltwissen verfügt und es gibt auch noch sowas wie die Ironie des Schicksals. Perfekte Pläne verrate ich aber nicht. Und am Ende hat sowieso der Tod immer den besseren Plan. Mir ist zumindest niemand bekannt, der ihn jemals wirklich überlistet hat.

(Um es nochmal klar zu sagen: Ich bin bereits 2005 aus allem weitgehend ausgestiegen und habe auch nicht vor daran irgendetwas zu ändern. Natürlich kann ich mein Hirn nicht einfach deaktivieren, d.h. ich lerne täglich noch dazu)

by 23-absTRact-23