Onkel Amalgam (Der große Amalgam-Krimi)

Susi war ein zierliches kleines Mädchen mit roten Haaren, Zöpfen und Sommersprossen. Gerne trug sie einen Hut, den ihre verstorbene Oma ihr geschenkt hatte. Daran und an ihrem kleinen Teddybär an dem sie untertrennlich hing und den sie überall hin wo es nur ging mitführte erkannte man sie schon von weitem. Ihre fröhliche Art machte sie zum Liebling der gesamten Nachbarschaft - sie kam mit wirklich allen Menschen gut aus. Sie konnte gut zuhören und sich auch viele Dinge sehr gut merken.

Das alles änderte sich kurz nach ihrer Einschulung. Susi wurde scheu und zog sich merklich immer mehr zurück. Nach anfänglich guten Leistungen verschlechterte sie sich zusehends. Der Opa meinte, dass ihr das alles bestimmt zu viel sei. Bei einem Gespräch zwischen Susi, Eltern und Lehrer meinte ein Lehrer, dass sie vielleicht mit den vielen anderen Kindern überfordert sei - er habe sie beobachtet und bemerkt, dass Susi eine Art von Zwängen entwickelt habe. Auch habe er mal ein autistisches Kind gekannt und dass Susi ihn - natürlich viel viel leichter - irgendwie an dieses Verhalten erinnere. Er wusste, dass man in einem solchen Fall von sogenannten autistischen Zügen spräche. Jedoch beruhigte er die Mutter sogleich da es so etwas bei Mädchen eigentlich nicht gäbe und es ja wie gesagt nur ganz ganz gering sei. Ein anderer Lehrer wusste zu sagen, dass sie wohl klug aber wohl faul wäre aber dass sich alles sicher noch bessern könnte. Susi bekam all diese Dinge leider mit, was sie zum ersten mal in ihrem Leben an sich selbst zweifeln ließ. so hatte vorher noch nie jemand über sie gesprochen.

Keiner dieser klugen Leute wusste, dass insb. die Schilddrüse und geringfügig auch schon die Niere des kleinen Mädchen bereits schubweise von Antikörpern angegriffen wurde. Aufgrund der noch gefüllten Selenspeichern konnte diese sich aber (noch) insgesamt erfolgreich schützen. Im Horizont der Beteiligten und daher viel einfacher, naheliegender und daher wohl auch zutreffend warer für diese - relativ schlichten - Gemüter, die hobbyartig erbrachten pseudopsychologischen Hilfskonstruktionen zur Erklärung der Vorgänge.

Obwohl das tapfere kleine Mädchen bemerkte, dass irgendetwas in ihr sie vor diesem Besuch bremsen mochte - ein Gefühl, dass das sie aufgrund ihres Alters nicht richtig einordnen konnte -, besuchte sie auch an diesem Tag ihren Zahnarzt. Während dieser ihre Amalgamfüllungen vorbereitete, erklärte er ihr genau was er gleich tun würde. Das tat er immer um damit insb. kleinen Kindern ein wenig die Angst zu nehmen. Susi machte noch fröhlich Scherze und sagte zu ihrem Teddy, den sie fest an sich drückte: Schau mal, der Onkel macht gleich Amalgam in meinem Mund, dann wird alles wieder gut. Das ist Onkel Amalgam.

Jahre später. Leider besserte sich nichts, zumindest nicht in der Schule. Im Gegenteil: Die schulischen Leistungen wurden von Jahr zu Jahr schlechter. Susi war mittlerweile - selbst unter den Mädchen - zu so etwas wie einer Außenseiterin geworden. Sie spielte - wenn überhaupt - gerne mit ganz bestimmten älteren Jungen oder allgemeiner älteren Kindern, auf die sie sich ein wenig fixierte. Auch zuhause hatte das kleine Mädchen keinen leichten Stand, die Eltern hatten oftmals Streit - wegen ihr, insb. wegen ihren schulischen Leistungen und ihrem Verhalten. Der Vater wollte "das auf- und verdrehte Ding" einem Kinderpsychiater vorstellen, während die Mutter das für total übertrieben hielt. Als Susi jedoch "nur" gerade noch so Leistungen erbrachte, die _vielleicht_ für die Hauptschule ausreichend seien, setzte sich der Vater schließlich durch und Susi wurde einem Kinderpsychiater vorgestellt, der sie in vielen Sitzungen auch ausführlichst zu ihrem Leben befragte aber im Großen und Ganzen nichts ungewöhnliches, jedenfalls nichts bedenkliches, feststellen konnte. Schnell kam der Verdacht auf, dass das elterliche Umfeld vielleicht schädlich für das kleine Mädchen sein könnte.

Susi begann sich nun wirklich für verkehrt, verdreht - für falsch - zu halten was ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl in den Keller trieb. In dem sich ja früher schon abzeichendendem Hauptschulbesuch, kann Susi gut mithalten, fällt jedoch durch eine gewisse Verträumtheit auf. Das Mädchen, dass früher gerne draußen spielte, ist nun immer öfter einsam in ihrem Zimmer beim Lesen zu finden. Freunde hat sie nur wenige und die wenigen waren überwiegend falsch, und daher weitgehend selbst von der Gemeinschaft ausgeschlossen. Genau wie Susi, bloß aus anderen Gründen. Diese "Freunde" waren aus ihrer Sicht aber besser als gar keine Freunde. Sie fühlte sich wertlos und hatte eben nichts besseres verdient. Ihr Kontakt zu älteren Jungen blieb nicht unbemerkt und bald machten gewisse Gerüchte - die allerdings jeder Grundlage entbehrten - die Runde. Das Mädchen dachte sich wirklich nichts dabei und war geschockt als der Pfarrer vor der ganzen Gemeinde andeutete, dass sie sich ruhig mal öfter in der Kirche blicken lassen könnte und nicht nur mit den Jungs umherziehen solle.

Die Ehe von Susis Eltern war mittlerweile ziemlich belastet, so dass Susi - spätestens sobald der Vater von der Arbeit heimkam - das Weite suchte. Da sie dem Abendessen immer öfter fernblieb, wunderte sich auch niemand, dass Susi immer mehr abnahm. Der Opa meinte nur, dass die Mädchen das heute alles eben so machten in ihrem Schlankheitswahn. Außerdem hatte Susi vor kurzem zum ersten mal ihre Tage bekommen. "Da spinnen die Mädchen halt alle", wusste der Opa zu berichten. Und das passte auch zu Susis Verhalten, geradezu schubweise wurde sie extrem zickig, was ihr manchmal eine Backpfeife von ihrem Vater einbrachte, der sie früher - genauso wie Susis Mutter, nie geschlagen hat. Die Mutter vermutete eine Esstörung (Bulimie) darüber hatte sie im Fernsehen eine Sendung gesehen. Sie entschloss sich aber nicht mit Susi zum Arzt zu gehen um das Dauerthema Susi und das dadurch angespannte Verhältnis in der Familie nicht noch weiter zu belasten.

Was keiner wusste: Der mittlerweile alles überwuchernde Pilz Candida Albicans schnappte sich erhebliche Mengen an Glucose, so dass Susi - trotz ordentlichem Konsums wenig komplexer Kohlenhydrate - immer öfter in Ketose geriet, einem Stoffwechselzustand in dem vermehrt Ketonkörper zur Deckung des Energiebedarf bereitgestellt werden, dieser Zustand kann für einen Körper Stress bedeuten. Dazu kam noch, dass die Selenspeicher in Susis Körper sich langsam aber sicher dem Ende zuneigten, was durch ihre erzwungene Vorliebe für Süßes zu Lasten von Gemüse etc. nur noch verschlimmert wurde.

Auch Onkel Amalgam - ihr Zanharzt - tauchte regelmäßig in der Schule auf, er prüfte dort den Zahnstatus der Kinder und hielt kleine Vorträge zum Thema Zahngesundheit. Um das Ganze ein wenig lustig rüberzubringen, hatte er sich eine Handpuppe besorgt, welche die Kinder sehr lustig fanden. Die Tochter des Zahnarztes, Tanja, ging in der Grundschule mit Susi zusammen in eine Klasse. Sie war klassenbeste und immer sehr stolz wenn ihr Vater, der auch im Schulelternbeirat der Grundschule eine wichtige Funktion hatte, sozusagen dienstlich in die Schule kam. Tanja hatte kein Amalgam im Mund, bei allen Beteuerungen der Fachliteratur über die Harmlosigkeit von Amalgam, hatte er - mehr als Vater und weniger als Zahnarzt - in diesem speziellen Fall doch lieber einen anderen Zahnersatz vorgezogen - wie auch im Übrigen bei gut betuchten Patienten, meist gebildeten Menschen die schon irgendwo gerüchteweise über die Gefährlichkeit von Amalgam gehört hatten und lieber auf Nummer sicher gingen. Wenn er dann auf Susi sah, erhob er mahnend und genervt den Zeigefinger sowie Stimme: "Susi solle etwas sparsamer mit Zucker sein, generell nicht so viel essen und sich endlich auch mal regelmäßig die Zähne putzen. Wenn sie das früher gemacht hätte, wäre sie nun auch wie Tanja (Die Tochter des Zahnarztes) auf dem Gymnasium."

Er wusste nicht, dass nicht Susi sondern ein Mitbewohner in ihr, Candida Albicans, letztlich nach den gigantischen Mengen von Zucker verlangte. Der resultierende Unterzucker verursachte regelmäßig Heißhungeranfälle, die in Fressorgien endeten. Indem Susi nicht ihre Zähne putzte tat sie instinktiv genau das Richtige um nicht noch mehr von dem gefährlichen Gift freizusetzen aber auch diesen kleinen Schutz wollte der angesehene Zahnarzt, der eigentlich die Ursache für Susis Beschwerden war, ihr nicht zugestehen.

Als - das einst so kluge und wissbegierige Mädchen - die Hauptschule schließlich mit einem schlechten Zeugnis - immerhin - abschloss, wunderte sich eigentlich keiner mehr so recht über Susi. Es gab auch andere Sorgen. Die Eltern lebten längst getrennt und Susis Mutter musste schauen wie sie mit dem knappen Geld zurechtkam. Susi begann bei einem Allgemeinmediziner eine Lehre (Ausbildung) zur Sprechstundenhilfe (Korrekt eigentlich: Arzthelferin/Medizinische Fachangestellte), was sich in ihrem Leben noch als Wesentlich herausstellen wird.

Dem ersten Typen, der ihr sagte: "Ich liebe dich" warf sie sich an den Hals und heiratete ihn Hals über Kopf. Das Wort "Liebe" hatte sie lange nicht gehört. Nach vielen Typen - die sie (nicht immer freiwillig) - nur ins Bett zerren wollten war da zum ersten mal jemand, der für sie da war - auch wenn die Leute sagten, dass er ein Trinker und Schläger sei. Susi war überhaupt Zeit ihres Lebens aufgrund ihrer Naivität ein beliebtes Opfer für allerlei schlimme Dinge und Täter selektieren, das heißt: Sie suchen sich aus einer Menge potentieller Opfer jemand zutraulichen aus, der schweigt und/oder dem man zumindest nicht glaubt und/oder dessen Familie sich sowieso nicht drum schert was passiert. Leider wird sich später herausstellen, dass dieser Glücksgriff in der Partnerwahl nur ein Fehlgriff, um nicht zu sagen: Ein totaler Griff ins Klo, war.

Da Susi nun mit einem Trinker zusammenlebte, wunderten ihren Arzt - es ist nicht der, bei dem sie gelernt hatte und immer noch tätig war-, ihre merkwürdigen Leberwerte nicht mehr. Merkwürdig daher da Susi beteuerte nicht zu trinken oder Drogen zu nehmen, sie nähme lediglich das Medikament, dass ihr der Arzt gegen Depressionen verordnete (Ein Antidepressivum), was auch ihre Zwänge und Angst- und Panikanfälle reduziert hatte. Ein süffisantes Lächeln geht dem Allgemeinmediziner beim Betrachten der Leberwerte dann doch über die Lippen. Wie üblich sagte er in einem solchen Fall nichts - auch nicht zu den Werten - und dachte sich seinen Teil (Aha, ein Alki...), jedoch ließ er sich zu der - selbstverständlich allgemeinen - Bemerkung herab, dass Alkohol keine Probleme löse und man sich ja Gedanken machen könnte ob man wirklich mit dem richtigen Partner zusammenlebte. Aber hier stieß er auf taube Ohren, denn Susi ging wie immer davon aus, dass sie es eben so verdiene. Ganz unrecht hatte der Mediziner in der Alkoholsache nicht, wenn auch die schlechten Leberwerte im Wesentlichen durch die Gifte die Candida Albicans produzierte, verursacht wurden.

Ganz unrecht hatte der Mediziner tatsächlich nicht. In ihrer Verzweiflung - als ihr Partner sie mal wieder verprügelt hatte - hatte Susi tatsächlich zu praktisch überall herumstehendem Alkohol gegriffen und dabei bemerkt, dass ihre Muskelschmerzen, Migräne und sogar das nebelartige Schleiersehen verschwanden. Symptome, die von ihrem behandelndem Rheumatologen nicht ernst genommen und als psychosomatisch und nicht therapiebedürftig eingeschätzt wurden da sie ja bereits mit einem Antidepressivum behandelt würde. Dies schlug sich auch in seinem Bericht nieder, in dem viel mit Worten wie 'Angeblich' und 'Vegetative Dystonie' und 'idiopathisch' herumhantiert wurde. Susi wusste aus ihrer Tätigkeit, dass Mediziner so gerne umschreiben, dass - jedenfalls körperlich - eigentlich alles in Ordnung ist. Auch der Hinweis, dass diese Dinge während der Schwangerschaft mit ihrer Tochter, Tina, sich besserten brachte niemanden auf die Idee, dass die routinemäßig gegebene Folsäure in dieser Zeit beschleunigt die in ihrem Blut befindliche Ameisensäure abbaute. Ein Hinweis gab ihr der Mediziner aber noch: Bei Hashimoto kämen seiner Erfahrung nach durchaus öfter mal rheumaartige Muskelschmerzen vor, vielleicht brächte es ja was, wenn die Dosierung mal etwas anpassen würde, was sie aber mit dem zuständigen Kollegen besprechen solle.

(Exkurs: Trotz des Vorhandenseins von Ethanol wird auch (nicht abgeatmetes) Methanol mehr oder weniger langsam zu Formaldehyd und dann relativ schnell zu Ameisensäure umgesetzt, eine Fruktosemalabsorption kann sich unter bestimmten Umständen allgemein hemmend auf die Geschwindigkeit des allgemeinen Alkoholabbaus auswirken). Außerdem übersäuert der Körper,was noch zu der Säure die Candida Albicans selbst verursacht hinzukommt.)

Susi wusste aus ihrer Tätigkeit durchaus, dass das Alkoholtrinken im Wesentlichen eine Belastung mit Ethanol (Trinkalkohol) sei und dass Alkoholtrinken streng genommen sogar eine - in gewissem Rahmen (auch sozial) akzeptable - Vergiftung darstelle. Sie wusste aber nicht, dass diese relativ zu einer Methanolvergiftung geradezu harmlos war. Methanol ist neben Ethanol der zweite wichtige Alkohol den Candida Albicans jeden Tag in ihrem Körper herstellt. Sie tat instinktiv das Richtige: Ethanol zu sich nehmen. Und wurde dafür - und wieder von einem Mediziner - getadelt. Candida konnte sich übrigens überhaupt erst ausbreiten als geringste Dosen Quecksilber die Darmflora so schädigten, dass Candida sich breit machen konnte. Und Candida war fleißig im Sammeln von Quecksilber, denn es benötigt dieses um ihm gefährlich werden könnende Darmbakterien in Schach zu halten, Quecksilber ist also für Candida eine Art Bio-Waffe gegen Bakterien. Die für diesen Fall gedachte Abwehrreaktion einiger Bakterien (Freisetzen von quecksilberbindenen Schwefelverbindungen) ging darin unter, sie waren unterlegen. Ein weiterer bekannter Nebeneffekt von Ethanol (Trinkalkohol) ist es die Umwandlung von Vitamin B6 in die aktive Form P5P zu hemmen und dass auch sonst Alkohol ein richtiger B-Vitamine-Killer ist. Langfristig geht dabei die Fähigkeit Eiweiße richtig zu verdauen verloren da schon die Enzyme ihrer Aufgabe nicht in vollem Umfang nachkommen können. Ein Teufelskreis, der zu immer größerem Kohlenhydratekonsum zwingt.

Während ihrer Tätigkeit traf Susi berufsbedingt auf weitere Menschen, die ganz ähnliche Symptome wie sie entwickelt hatten und glücklicherweise war auch irgendwann jemand dabei, der ihr von den möglichen Auswirkungen von Amalgam und den vermuteten Zusammenhängen erzählte. Susi ging in diesem Moment direkt ein Licht auf, die Symptome begannen rückblickend kurz nachdem sie ihre erste Füllung erhalten hatte. Und diese erste Füllung schuf durch pilzbedingten erhöhten Zuckerkonsum praktisch die Voraussetzung für weitere Füllungen usw. usw. Der Arzt selbst war also die Ursache für die negativen Auswirkungen und somit auch für seinen nächsten Eingriff, der wiederum wieder eine neue Ursache für einen neuen Eingriff war) So etwas nennt man iatrogen: Ärztlich verursachte Leiden.

Wie auch immer. Susi hatte gute Erfahrungen - es war auch ein Tipp eine Patienten - mit Zink und B-Vitaminen gemacht, mit welchen sie Enzymfunktionen wieder anwerfen konnte, und so auch die immens wichtige Eiweißverdauung wurde dadurch wieder aktiviert. Sie vertrug sogar plötzlich wieder Lebensmittel um die sie mit Allergie- bzw. Intoleranzverdacht eine zeitlang einen Bogen machen musste. Da sie mittlerweile eine wirklich recht ausgewachsene Hashimoto Thyreoiditis (sie begann als Überfunktion in Art eines Morbus Basedow) entwickelt hatte, bemerkte sie auch, dass Selen ihr guttat und sogar TPO-Ak senkte, was sich im Nachhineim damit erklärte, dass das Selen sich mit Quecksilber zu ungefährlichem Quecksilberselenit bindete, was die Autoimmunreaktionen bremste.

Schließlich besucht sie ihren ehemaligen Zahnarzt und stellt ihn zur Rede. Er wehrt ab, er habe pflichtgemäß nur Anweisungen ausgeführt, denn die Kasse zahlte ja schließlich auch nichts anderes. Außerdem stehe die Fachlitaratur geschlossen hinter ihm und die würde sagen: Nichts genaues weiß man nicht. Wenn sie sich wagen würde in der Öffentlichkeit ihm irgendwas unterzuschieben würde er sich juristisch zur Wehr setzen. Außerdem habe er mitbekommen, dass sie wohl öfter trinke und einem unsteten Lebenwandel fröhnen würde. Sie solle sich gut in Acht nehmen sonst würde er mal mit dem Jugendamt - bei welchem er großen Einfluss besäße - sprechen müssen. Es war genau jene Mentalität die Susi - mit ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn - schon bei den Mauerschützenargumenten: "Die da oben sagten ich soll das tun, also tat ich es blind folgend", wütend werden ließ. Susi beherrschte sich fast übermenschlich und sagte zu alldem nichts mehr, sie dachte sich nur: "Warum hast du [Das möchte ich hier nicht schreiben], dann hätte ich nur einen psychischen Knacks". Sie besucht - mit einem guten Gefühl, ja sie hört mittlerweile auf ihr Bauchgefühl - weiterhin ihren noch relativ jungen Zahnarzt, der - mehr oder weniger - inoffiziell kein Amalgam mehr verarbeitet und auch mal eine Füllung, von der ein Kollege vielleicht sagen würde: Die macht noch ein paar Jahre, korrekt entfernt. Er denkt selbst und versteckt sich nicht hinter Quellen. Er wirbt nicht groß damit. Sowas sähen einige Kollegen - die weiterhin an Amalgam festhalten - nicht gerne.

Monate später hört Susi von einem Zahnarzt, der sich erschossen habe. Und tatsächlich stellt sich heraus, dass es ihr Onkel Amalgam ist. Wenige Wochen nach ihrem Gespräch, nahm er sich sturzbetrunken das Leben, wohl nachdem ihm klargeworden ist, was er da all die Jahre allzu willig anrichtete. Die Polizei vermutete, dass er die vorgefunden geöffneten Anatomiebücher - auf welchen Hirnstrukturen abgebildet waren - zur Hilfe nahm um auch ganz sicher durch einen Schuss tödliche Verletzungen herbeizuführen, was beileibe nicht bei jedem Kopfschuss gelingt.

Von allen behandelnden Ärzten hat sich lediglich der Rheumatologe - ein wirklich respektabler Mann mit Anstand - entschuldigt, obwohl er eigentlich für die Ursache noch am wenigsten kann. Er hat sogar seinen erheblichen Einfluss beim medizinischen Dienst der Krankenkasse geltend gemacht, so dass dieser - in diesem Einzelfall - die komplette Entgiftung ohne Widerrede befürwortete, deren Kosten schließlich auch übernommen wurden, alles bearbeitet und bewilligt innerhalb einer einzigen Woche.

Viele Menschen haben in dieser Sache an ihr verdient und alleine sie könnte mit medizinischen Dokumenten viele Regalmeter aktenordner füllen: Vom Zahnarzt über den Allgemeinarzt (Facharzt für Allgemeinmedizin), über den Psychiater, den Endokrinologen, den Orthopäden, den Rheumatologen, den Radiologen, dem Nephrologen, dem Sportmediziner, dem Toxikologen, dem Heilpraktiker, den Medikamenten und Nahrungsmittelherstellern bzw. Händlern usw. Susi fragt sich - auch heute oft noch - oft, ob Amalgam vielleicht ein Faktor war, der einen guten Teil der Medizin getragen hat.

Manchmal schaut Susi noch alte Fotos, auf diesen sieht sie einen Menschen der sie lange nicht mehr ist: Ein lebenslustiges fröhliches lachendes kleines Mädchen mit roten Haaren, Zöpfen, einem Hut und einem Teddybären. Das einzige was sie wirklich traurig macht ist, dass sie ihren Eltern nicht mehr sagen kann, dass sie nicht wirklich böse war sondern dass das Amalgam das alles gemacht hat, sie sind beide längst verstorben. Bei der zahnärztlichen Versorgung ihrer eigenen Tochter hat sie übrigens penibelst darauf geachtet, dass diese nicht mit Amalgam in Berührung kommt.

Irgendwann in ferner Zukunft Von den großen Amalgamverfechtern spricht längst keiner mehr, viele einst so wichtige Männer mit noch wichtigeren Titeln und Meinungen gehen bei dem Thema auf Tauchstation oder sind längst nicht mehr aktiv im Bereich Medizin oder genießen einfach ihren Ruhestand.


Ist das ernst? Nein, ist ein Krimi!


Amalgam-Verschwörungstheorie
1. Zucker macht Löcher in die Zähne, was mit Amalgam geflickt wird,
2. Ist Amalgam in den Zähnen, wird man mehrere Mittlohrentzündungen entwickeln
3. Wird eine Paukendrainage vorgenommen, dann kann man bei dieser OP gleich das Gedächtnis operativ schädigen
4. Wenn das Gedächtnis geschädigt ist, muss alles aufgeschrieben werden
5. Wenn alles aufgeschrieben wird, dann muss z.B. der Computer für Notizen verwendet werden
6. Wenn der Computer verwendet wird, kann alles mitgelesen/geschrieben werden
7. Früher konnte man dann mit HAARP elektromagentisch Botschaften versenden, die von Amalgamträgern gehört werden konnten.
8. Heute ist man moderner und verwendet Bitverschränkung, d.h. jede Infotmation wird auf einer NSA-HDD mitgelesen.

by 23-absTRact-23